Aktuelles

100.000 EUR an die Akademie für Tonkunst
Spende der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e.V.

Dass die Biographie des Komponisten Wilhelm Petersen (1890-1957) eng mit Darmstadt verbunden ist, dass hier einige seiner Hauptwerke uraufgeführt wurden und dass er viele Jahre als Dozent an der Akademie für Tonkunst unterrichtete, dies soll durch eine Spende der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e.V. von 100.000 EUR an die Akademie für Tonkunst Darmstadt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden.

Mit ihrer Spende möchte die Wilhelm-Petersen-Gesellschaft im Sinne ihres Namensgebers einen Beitrag leisten, die qualitativ hochwertige Musikausbildung an der Akademie zu stärken und zu unterstützen, auch im Hinblick auf den Werterhalt und die Erweiterung des Instrumentariums. Daher sind diese 100.000 EUR zweckgebunden für den Bereich Tasteninstrumente gedacht, zur Anschaffung eines neuen Instrumentes (voraussichtlich ein Hammerflügel) und zum Erhalt sowie zur Restaurierung des bisherigen Bestandes an Flügeln und Klavieren. Diese Summe kommt damit beiden Abteilungen der Akademie für Tonkunst, sowohl der Musikschule als auch der Berufsakademie, gleichermaßen zu Gute.

Die Spende wird in einer Feierstunde am 15. März 2015, 11:00 Uhr in Konzertsaal der Akademie für Tonkunst Darmstadt in Anwesenheit des Oberbürgermeisters überreicht - siehe Veranstaltungen.

Gesamtwerk Wilhelm Petersens beim Robert Lienau Musikverlag

Das Gesamtwerk des Komponisten Wilhelm Petersen wird seit dem 1.Januar 2015 vom Traditionsverlag Robert Lienau Musikverlag betreut. Das Werk Petersens konnte nun ohne Ausnahme vollständig in diesem großen Verlag zusammengefasst werden.

Wilhelm Petersen und seine Musik ...

Das Werk des Komponisten Wilhelm Petersen (1890-1957) ist weit gefächert: von Kammermusik und Liedern über große Orchesterwerke wie etwa der »Großen Messe op. 27« und den fünf Sinfonien bis hin zur Oper »Der goldene Topf«.
Machen Sie Bekanntschaft mit einer facettenreichen – vielleicht nicht vordergründig spektakulären, aber doch hintergründig »wesentlichen« – Musik, welche die tiefe Ernsthaftigkeit und bewegende Aussagekraft des Komponisten Wilhelm Petersen in sich trägt.
»... was da aus dem Lautsprecher kommt, fasziniert vom ersten Ton an.«
(Klassik-Magazin RONDO)

 

 

...diese subtile, »romantische« Musik mit ausgesprochen eigenem und persönlichem Charakter zu erhalten und für Sie zugänglich zu machen ist unser erstes Ziel. Wir, die Mitglieder der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e.V., haben uns zur Aufgabe gemacht:

  • die Förderung des Werkes des Komponisten Wilhelm Petersen (1890-1957),
  • Veranstaltung von Konzerte und Unterstützung von Aufführungen,
  • die Förderung von CD-Aufnahmen,
  • Publikationen und Drucklegung von Noten.

Die Wilhelm-Petersen-Gesellschaft:
Geschichte und Erfolge

1972 gründeten Freunde und Schüler des Komponisten die Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e. V. mit dem Ziel, auf diese Weise dem Werk des Komponisten Wilhelm Petersen (1890-1957) wieder öffentliche Geltung zu verschaffen. Mit Konzerten, Publikationen, die Drucklegung von Werken und die Herstellung von Tonträgern wirkt die Gesellschaft nach wie vor in diesem Sinne.Die Aktivitäten der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft setzten und setzen eigene Akzente im Konzertleben Darmstadts und der Region. Es kam dabei zu herausragenden Konzertereignissen wie die Aufführungen der Großen Messe op. 27 1965 in Darmstadt durch den Darmstädter Musikverein unter Hans Drewanz und 1990 im Mainzer Dom unter Mathias Breitschaft (beide Aufführungen sind dokumentiert auf Tonträgern). In jährlichen Konzerten werden seit der Gründung der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft regelmäßig Werke des Komponisten der Öffentlichkeit vorgestellt, darunter auch etliche Uraufführungen. So erklang 1990 zum ersten Mal das Bekenntnis op. posth.11, ein Chorwerk aus der radikalen Kompositionsphase Petersens durch den Mainzer Figuralchor unter Stefan Weiler in einem eindrucksvollen Konzert. 1998 wurden die Oden von Klopstock op. 13 von Hans Christoph Begemann und Matthias Gräff-Schestag uraufgeführt.

Mit einer 1980 veröffentlichten Arbeit über Wilhelm Petersen legte Ludwig Nöll einen ersten Uberblick über Leben und Werk vor. 1996 erschien in Frankfurt am Main eine grundlegende Arbeit über den Komponisten von Wolfgang Mechsner. Sie enthält neben einer sorgfältig recherchierten Biographie ein Werkverzeichnis mit den Notenbeispielen aller Satzanfänge und eine Dokumentation von Texten aus der Feder des Komponisten, sowie einen Briefwechsel mit Bruno Walter. (Wolfgang Mechsner, Wilhelm Petersen – Leben und Werk, Biographie mit thematischem Werkverzeichnis THIASOS-Musikverlag ISBN 3-9805244-1-8). Auch diese Veröffentlichung konnte nur durch die ideelle und finanzielle Unterstützung der Gesellschaft verwirklicht werden.

Da die Situation der Verlagsrechte der Werke Petersens lange Zeit ungeklärt schien, war es ein vorrangiges Anliegen der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft, in diesem Punkte Eindeutigkeit und Sicherheit für die Zukunft zu schaffen. In Zusammenarbeit mit dem 1995 gegründeten THIASOS-Musikverlag, dem die weitaus meisten Werke Petersens zugeordnet sind, kann das Gesamtwerk des Komponisten heute sinnvoll betreut werden. Seit 1996 erscheinen auch neue Notenausgaben, die man in Ausstattung und Sorgfalt der Editierung als vorbildlich bezeichnen kann. Wiederum ist es der Aktivität der Gesellschaft zu verdanken, daß sowohl revidierte Nachdrucke alter Ausgaben als auch Erstausgaben erscheinen können. Ein Glücksfall ist es, dass seit 1.1.2015 das gesamte Werk im großen Traditionsverlag Robert Lienau Musikverlag nun vollständig zusammengefasst werden konnte. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, Unveröffentlichtes zugänglich zu machen.

Auch dem Musikhörer und Musikliebhaber sollen die Werke Petersens durch die Förderung der Tonträgerherstellung nahegebracht werden. Dazu gehören in jüngster Zeit die Aufnahmen der Großen Messe op. 27 (WERGO), Präludium und Fuge op. 11 und Zweite Sonate für Violine und Klavier (Bayer-Records CADENZA), die Lieder op. 12, 13, 45 und 46 (TACET Eigenart) sowie eine Gesamtaufnahme des Werkes für Violine und Klavier (Coviello).

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